Über der Kamera
Teleprompter über der Kamera: der Text läuft im schwebenden Fenster weiter
Skript starten, „Im schwebenden Fenster“ wählen, zur Kamera-App wechseln. Das Fenster bleibt über allem anderen liegen, und der Text folgt weiter deiner Stimme, während du aufnimmst.
Was dieses Fenster ist
Ein Teleprompter, der nur in seiner eigenen App läuft, ist ein Teleprompter, mit dem du nicht filmen kannst. Wispim schiebt das Skript deshalb in ein kleines Fenster, das über anderen Apps liegen bleibt: Das iPhone nimmt in Kamera, Instagram oder TikTok auf, und der Text läuft vor dir weiter. Das Fenster rastet in einer Ecke ein, ähnlich wie Bild-in-Bild – es steht also neben dem Objektiv und nicht mitten in deinem eigenen Bild. Auf dem Bildschirm vor dem Start ist es eine Entscheidung von zweien: Vollbild oder Im schwebenden Fenster. Alles andere – Scrollmodus, Erkennungssprache, Textgröße, Text spiegeln, Tempo, Startverzögerung – gilt in beiden Fällen gleich.
Der Prompter macht im Fenster also genau da weiter, wo er vorher war: Im Modus Stimme folgt der Text weiter den Wörtern, die du wirklich gesagt hast, und die Startverzögerung von Konstant läuft auch hier sichtbar ab – das iPhone kann längst auf dem Stativ stehen und deine Hände sind frei.
Breit oder hoch, und wo oben ist
Zwei Formen stehen zur Wahl. Breit (3:2) gibt dir lange Zeilen und wenige davon – gut, wenn das iPhone quer liegt oder wenn dem Fenster nur ein Streifen Bildschirm bleibt, den die Kamera-App frei lässt. Hoch (2:3) stapelt mehr Zeilen in einer schmalen Spalte. Welche der beiden im 9:16-Hochformat gewinnt, ist auf der Seite zu Instagram Reels durchgespielt.
Die Drehung ist eine eigene Einstellung: −90°, Standard oder 90°. Um 90° drehen heißt, dass die Oberkante des Fensters nach rechts wandert, also im Uhrzeigersinn. Steckt das iPhone quer in einem Rig, steht der Text von deinem Platz aus dann trotzdem aufrecht. Zwei Richtungen gibt es, weil Halterungen das Telefon unterschiedlich herum aufnehmen: Wie deine es auch dreht, eine der beiden bringt die erste Zeile am dichtesten ans Objektiv.
Textgröße und Seitenränder stellst du fürs Fenster getrennt vom Vollbild-Prompter ein. Das ist wichtiger, als es klingt: Eine Schriftgröße, die über den ganzen Bildschirm angenehm läuft, lässt im Fenster zwei Wörter pro Zeile übrig, und Ränder, die auf einer ganzen Seite niemandem auffallen, fressen dort die halbe Breite. Zu finden ist beides in den Einstellungen unter Aussehen des schwebenden Fensters, zusammen mit der Drehung und dem Audiopunkt.
Es nimmt keine Berührung an. Deshalb gibt es Sprachbefehle
Klartext: Im schwebenden Fenster kannst du nicht tippen, nicht ziehen, nicht zoomen. Das ist eine Vorgabe von iOS für Fenster dieser Art und kein Schalter in Wispim, und alles, was sonst ein Fingertipp wäre, muss anders laufen.
Zwei Wege bleiben. Sprachbefehle pausieren, setzen fort und springen zwischen Sätzen – in zehn Sprachen, Deutsch darunter, und die Formulierungen kannst du durch eigene ersetzen, falls eine davon mitten in deinem eigenen Text auslöst. Die Lautstärketasten springen einen Satz zurück oder vor; sie sind in der App als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf den Tasten liegt. Die zweite Einschränkung entscheidet, wie du den Take planst: Sobald das Fenster über einer Kamera-App liegt, verlässt du dich auf die Stimme und nicht auf die Tasten.
Wenn eine andere App das Mikrofon übernimmt
Das ist die Schwachstelle jedes Prompters, der der Stimme folgt, und du solltest beide Hälften vorher kennen.
Die gute Hälfte: Das Folgen läuft während der Aufnahme in Kamera, Instagram und TikTok weiter. An diesen drei Apps ist es getestet, und darin drehen die meisten. Wie ein Take dort Schritt für Schritt abläuft, steht auf der Seite für TikTok.
Die andere Hälfte: Nimmt eine App das Mikrofon doch für sich, wechselt Wispim von selbst auf Konstant, damit der Take weiterläuft statt mitten im Satz einzufrieren, weist dich mit einem Hinweis darauf hin und schaltet zurück, sobald das Mikrofon wieder frei ist. Standardmäßig ist das an; abschalten lässt es sich in den Einstellungen. Bei Apps für Videokonferenzen ist dieser Ablauf nicht geprüft – du weißt aber wenigstens, was dort passieren wird, und die Seite für Videocalls rechnet damit.
Warum hier kein Bildschirmfoto des Fensters steht
Der Ehrlichkeit halber: Ein Bildschirmfoto des schwebenden Fensters gibt es noch nicht. Im iOS-Simulator startet das Fenster nicht, aufnehmen lässt es sich also nur auf einem echten iPhone, und diese Aufnahme steht noch aus. Was du hier siehst, ist in HTML nachgebaut – eine Illustration, und wir geben sie auch nicht als Bildschirmfoto aus.
Das schwebende Fenster gehört zur kostenlosen Version wie der Rest des Prompters: kostenlos sind sechs Prompter-Starts bei beliebig vielen Skripten, und Pro hebt das Start-Limit auf und bringt Datei importieren für PDF, Word und RTF, als Abo für einen Monat oder ein Jahr oder als Einmalkauf. iPhone, iOS 16 oder neuer.
Fragen
Kann ich das schwebende Fenster antippen, um zu pausieren?
Nein. Das schwebende Fenster nimmt keine Berührung an – das ist eine Vorgabe von iOS für Fenster dieser Art und keine Einstellung in Wispim. Genau dafür gibt es „Sprachbefehle“: pausieren, fortsetzen und zwischen Sätzen springen, in zehn Sprachen, Deutsch darunter, mit Formulierungen, die du umschreiben kannst. Die Lautstärketasten springen einen Satz zurück oder vor, sind in der App aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf den Tasten liegt.
Bleibt das Fenster oben, während ich ein Video aufnehme?
Ja, dafür ist es gebaut. Es liegt über der App, mit der du aufnimmst, und das Folgen der Stimme läuft während der Aufnahme in Kamera, Instagram und TikTok weiter – das sind die drei Apps, an denen es getestet ist.
Was passiert, wenn die Kamera-App das Mikrofon übernimmt?
Wispim wechselt von selbst auf „Konstant“, damit der Take weiterläuft statt mitten im Satz einzufrieren, sagt dir das mit einem Hinweis, und schaltet zurück auf das Folgen der Stimme, sobald das Mikrofon wieder frei ist. Standardmäßig ist das an und lässt sich in den „Einstellungen“ abschalten.
Lässt sich das Fenster frei über den Bildschirm ziehen?
Es rastet in einer Ecke ein, so wie Bild-in-Bild. Was du wählst, ist etwas anderes: die Form – breit (3:2) oder hoch (2:3) –, die „Drehung“ (−90°, Standard, 90°) sowie „Textgröße“ und „Seitenränder“ im Fenster selbst.