Reels drehen
Ein Teleprompter für Instagram Reels, der ins Hochformat passt
Dein Skript wandert in ein schwebendes Fenster über Instagram – als schmale Spalte am Rand oder als flaches Band quer durchs Hochformat, je nachdem, was besser passt. Es läuft mit, während du sprichst, damit dein Blick am Objektiv bleibt.
Breit (3:2) oder hoch (2:3) – im Hochformat sind das zwei verschiedene Fenster
Ein Reel entsteht hochkant, und daher kommt das ganze Platzproblem: Das schwebende Fenster und du, ihr teilt euch denselben schmalen Bildschirm. Zwei Formen gibt es, breit (3:2) und hoch (2:3), und im 9:16-Bild verdecken sie völlig verschiedene Stellen der Vorschau. Die halbe Minute vor der Aufnahme, in der du dich entscheidest, ist gut investiert.
| Vergleich | Breit (3:2) | Hoch (2:3) |
|---|---|---|
| Auf dem Bildschirm | Flaches Band quer durchs Bild | Schmale Spalte an einer Seite |
| Zeilen | Weniger Zeilen, mehr Wörter pro Zeile | Mehr Zeilen, weniger Wörter pro Zeile |
| Verdeckt | Einen waagerechten Streifen der Vorschau | Einen Rand, die Bildmitte bleibt frei |
| Passt zu | Weiterem Ausschnitt, Handy weiter weg | Nahaufnahme, du sprichst ins Objektiv |
Faustregel: Je größer du im Bild bist, desto eher gewinnt das hohe Fenster. Es steht als Spalte am Rand, die Bildmitte bleibt frei, und du siehst weiter, ob du sauber im Bild stehst; kurze Zeilen halten außerdem die Augen ruhig, und genau dieses Wandern nach links und rechts verrät jemanden, der abliest. Gehst du einen Schritt zurück und wählst weiter, dreht sich das Verhältnis um: Ins breite Band passt eine lange Zeile am Stück, sie darf größer gesetzt sein, und über ein Bild, in dem du klein bist, legt sich der Streifen weniger störend als gedacht. Verschieben lässt sich das Fenster nicht: Es rastet von allein in einer Ecke ein, ähnlich wie Bild-in-Bild. Wie es grundsätzlich arbeitet, steht auf der Seite zum schwebenden Fenster.
Drehung, wenn das iPhone in der Halterung steckt
Steckt das iPhone in einer Halterung oder auf einem Rig statt in deiner Hand, soll der Text direkt unter dem Objektiv sitzen und nicht dort, wo die Bildschirmausrichtung ihn ablegt. Dafür ist die Drehung da: −90°, Standard oder 90°. Eine Drehung um 90° schiebt die Oberkante nach rechts, also im Uhrzeigersinn – meist genügt das, damit die Zeilen unter der Kamera richtig herum stehen.
Damit ein kleines Fenster auf Armlänge lesbar bleibt
Ein Reel drehst du meistens mit ausgestrecktem Arm oder vom Stativ zwei Schritte weiter, und ein Fenster, das ein Fünftel des Bildschirms einnimmt, bringt nur etwas, wenn du es aus dieser Entfernung entziffern kannst. Deshalb hat das Fenster eigene Werte für Textgröße und Seitenränder, getrennt vom Prompter im Vollbild: Unter Aussehen des schwebenden Fensters drehst du die Größe für die Aufnahme hoch und ziehst die Ränder enger – die Schriftgröße, mit der du vorher im Vollbild geprobt hast, bleibt davon unberührt.
So läuft ein Take ab
Im Scrollmodus Stimme wählen, das Skript Im schwebenden Fenster starten, Instagram öffnen, Bild einrichten. Einen Countdown, den du einholen müsstest, gibt es nicht: In Stimme und Ton wartet der Prompter, bis du sprichst. Du kannst also die Aufnahme starten, ausatmen, den ersten Satz noch einmal im Kopf suchen – nichts bewegt sich, bevor er wirklich fällt. Mitten im Satz eine Pause: Das Fenster wartet. Schneller geworden: Es kommt mit. Eine Zeile weiter oben noch einmal gesagt, wie beim vierten Anlauf auf den Einstieg: Es scrollt dorthin zurück. Nur Konstant läuft mit festem Tempo los, und dazu gehört die Startverzögerung – aus, 5, 10 oder 20 Sekunden, sichtbar auch im schwebenden Fenster.
Denselben Text gleich noch für eine zweite Plattform? Wie du nach einem Fehlstart wieder in die Zeile findest, steht beim Teleprompter für TikTok.
Instagram und das Mikrofon
Instagram ist eine der drei Apps, mit denen die Mikrofon-Übergabe getestet ist – zusammen mit Kamera und TikTok: Das Folgen der Stimme läuft weiter, während das Reel aufgenommen wird. Nimmt dir doch einmal eine andere App das Mikrofon weg, wechselt Wispim von selbst auf Konstant, damit der Take weiterläuft statt einzufrieren, sagt dir das in einem Hinweis und schaltet zurück, sobald das Mikrofon wieder frei ist. Das ist von Haus aus an und lässt sich in den Einstellungen abschalten.
Im Reel ist deine Stimme die Fernbedienung
Das schwebende Fenster nimmt keine Berührungen an – eine Einschränkung von iOS, und genau der Grund, warum es die Sprachbefehle gibt: Pause, weiter und der Sprung zwischen Sätzen, gesprochen, in zehn Sprachen, Deutsch darunter. Die Formulierungen kannst du durch eigene ersetzen, falls eine davon mitten im Skript ständig auslöst. Die Lautstärketasten springen ebenfalls einen Satz vor oder zurück, sind aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf ihnen liegt – und der Aufnahmebildschirm von Instagram ist so ein Fall.
Das Folgen selbst funktioniert in jeder Sprache, die dein iPhone erkennt: auf aktuellem iOS sind das über 60 Sprachvarianten. In welchen davon die Erkennung auf dem iPhone bleibt und in welchen iOS den Ton an Apple schickt, um ihn in Text umzuwandeln, steht beim sprachgesteuerten Teleprompter – die App markiert diese Sprachen in der Erkennungssprache ohnehin, bevor du startest.
Fragen
Kann ich in der Instagram-App einen Teleprompter benutzen?
Ja. Du startest das Skript „Im schwebenden Fenster“, und es bleibt während der Aufnahme über Instagram liegen – es rastet in einer Ecke ein, ähnlich wie Bild-in-Bild. Instagram gehört neben Kamera und TikTok zu den drei Apps, mit denen die Mikrofon-Übergabe getestet ist: Das Folgen der Stimme läuft weiter, während das Reel aufgenommen wird.
Breit oder hoch – welche Fensterform passt zu einem Reel?
Hoch (2:3) für die Nahaufnahme, breit (3:2), sobald du zurückgehst und den Ausschnitt weiter wählst. Im 9:16-Bild ist das hohe Fenster eine schmale Spalte an einer Seite, die die Mitte der Vorschau frei lässt; das breite ist ein flaches Band, in das eine ganze Zeile am Stück passt und das sich aus größerer Entfernung noch entziffern lässt.
Der Text im schwebenden Fenster ist zu klein zum Ablesen – lässt sich das ändern?
Ja. Das Fenster hat eigene Werte für „Textgröße“ und „Seitenränder“, unabhängig vom Prompter im Vollbild. Unter „Aussehen des schwebenden Fensters“ drehst du die Größe hoch und ziehst die Ränder enger, bis das Fenster auf Armlänge lesbar ist – der Schriftgrad, mit dem du im Vollbild geprobt hast, bleibt davon unberührt.
Kann ich das schwebende Fenster antippen, um den Text anzuhalten?
Nein, das schwebende Fenster nimmt keine Berührungen an – das ist eine Einschränkung von iOS. Genau deshalb gibt es die „Sprachbefehle“: Pause, weiter und der Sprung zwischen Sätzen, gesprochen, in zehn Sprachen, Deutsch darunter. Die Lautstärketasten springen ebenfalls einen Satz vor oder zurück, sind aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf ihnen liegt.