Reels drehen

Ein Teleprompter für Instagram Reels, der ins Hochformat passt

Dein Skript zieht in ein schwebendes Fenster über Instagram um. Breit, Hoch oder Streifen, je nachdem, was im 9:16-Bild weniger im Weg ist. Es läuft mit, während du sprichst, und dein Blick bleibt am Objektiv.

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Breit, Hoch oder Streifen im 9:16-Bild

Ein Reel entsteht hochkant, und daher kommt das ganze Platzproblem: Das schwebende Fenster und du, ihr teilt euch denselben schmalen Bildschirm. Wispim gibt dem Fenster drei Formen: Breit 3:2, Hoch 2:3 und Streifen, ein schmales Band für zwei Zeilen. Im Hochformat verdecken sie völlig verschiedene Stellen der Vorschau, und die halbe Minute vor der Aufnahme, in der du dich entscheidest, ist gut investiert.

Wie Breit und Hoch sich im Hochformat schlagen
Vergleich Breit 3:2 Hoch 2:3
Auf dem BildschirmEin flaches Band quer durchs BildEine schmale Spalte an einer Seite
ZeilenWenige Zeilen, viele Wörter darinViele Zeilen, wenige Wörter darin
VerdecktEinen Querstreifen der VorschauEinen Rand, die Mitte bleibt frei
Passt zuWeiterem Bild, Handy weiter wegNahaufnahme, du füllst das Bild

Faustregel: Je größer du im Bild bist, desto eher gewinnt das hohe Fenster. Es steht als Spalte am Rand, die Bildmitte bleibt frei, und du siehst weiter, ob du sauber im Bild stehst; kurze Zeilen halten außerdem die Augen ruhig, und genau dieses Wandern nach links und rechts verrät jemanden, der abliest. Gehst du einen Schritt zurück und wählst den Ausschnitt weiter, dreht sich das Verhältnis um: Ins breite Band passt eine lange Zeile am Stück, sie darf größer gesetzt sein, und über ein Bild, in dem du klein bist, legt sich das breite Band weniger störend als gedacht. Streifen ist die dritte, ganz andere Antwort: zwei Zeilen direkt unter der Frontkamera, sodass dein Blick kaum vom Objektiv weicht, dafür siehst du wenig von dem, was noch kommt. Bei jeder Form lässt sich das Fenster ohnehin nicht verschieben, es rastet von allein in einer Ecke ein; Formen, Text drehen und Einrasten stehen auf der Seite zum schwebenden Fenster.

Damit ein kleines Fenster von weitem lesbar bleibt

Ein Reel drehst du meistens mit ausgestrecktem Arm oder vom Stativ zwei Schritte weiter, und ein Fenster, das ein Fünftel des Bildschirms einnimmt, bringt nur etwas, wenn du es aus dieser Entfernung entziffern kannst. Die Seitenränder des Fensters stellst du getrennt vom Prompter im Vollbild ein, unter Aussehen des schwebenden Fensters, und ziehst sie enger, damit die Zeile die ganze Breite des kleinen Fensters nutzt. Die Textgröße dagegen folgt der des Skripts, angepasst an die gewählte Form: Was du beim Proben eingestellt hast, ist genau das, was du beim Dreh liest.

So läuft ein Take ab

Im Scrollmodus Stimme wählen, das Skript Im schwebenden Fenster starten, Instagram öffnen, Bild einrichten. Zuerst läuft die Startverzögerung, bei einem neuen Skript zehn Sekunden, und so lange steht der Text still. Danach wartet der Prompter in Stimme und Ton, bis du sprichst. Du kannst also die Aufnahme starten, ausatmen, den ersten Satz noch einmal im Kopf suchen, und nichts bewegt sich, bevor er wirklich fällt. Machst du mitten im Satz eine Pause, wartet das Fenster. Wirst du schneller, kommt es mit. Sagst du eine Zeile weiter oben noch einmal, wie beim vierten Anlauf auf den Einstieg, scrollt es dorthin zurück.

Geht derselbe Take gleich noch auf eine zweite Plattform, hilft die Seite zum Teleprompter für TikTok weiter: Dort steht, wie du zwischen zwei Anläufen vorausliest und nach einem Fehlstart wieder in die Zeile findest.

Instagram und das Mikrofon

Instagram ist eine der drei Apps, an denen die Mikrofon-Übergabe geprüft ist, zusammen mit Kamera und TikTok: Das Folgen der Stimme läuft weiter, während das Reel aufgenommen wird. Holt sich doch einmal eine andere App das Mikrofon, hält der Text beim zuletzt erreichten Wort an, und ein Hinweis zeigt „Mikro belegt“. Wispim fragt weiter nach dem Mikrofon und liest ab diesem Wort weiter, sobald es wieder frei ist. Beide Richtungen dieser Übergabe stehen auf der Seite zum schwebenden Fenster.

Im Reel steuerst du mit der Stimme

Das schwebende Fenster nimmt keine Berührung an, eine Vorgabe von iOS. Die Lautstärketasten springen zwar einen Satz vor oder zurück, sind aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf ihnen liegt, und der Aufnahmebildschirm von Instagram ist so ein Fall. Im Reel bleiben dir also die Sprachbefehle: Pause, weiter, „Satz zurück“, „Von vorn“ und „Skriptende“, gesprochen, in zehn Sprachen, und die Formulierungen kannst du durch eigene ersetzen, falls eine davon mitten im Skript ständig auslöst.

Das Folgen selbst funktioniert in jeder Sprache, die dein iPhone erkennt: auf aktuellem iOS sind das über 60 Sprachvarianten. Die Erkennung bleibt auf dem iPhone, wo deine Sprache das hergibt; sonst schickt iOS den Ton zu Apple, um daraus Text zu machen. Alle drei Modi und diese Aufteilung stehen beim sprachgesteuerten Teleprompter.

Fragen

Kann ich in der Instagram-App einen Teleprompter benutzen?

Ja. Du startest das Skript „Im schwebenden Fenster“, und es bleibt während der Aufnahme über Instagram liegen, eingerastet in einer Ecke, ähnlich wie Bild-in-Bild. Instagram gehört neben Kamera und TikTok zu den drei Apps, an denen die Mikrofon-Übergabe geprüft ist: Das Folgen der Stimme läuft weiter, während das Reel aufgenommen wird.

Breit, Hoch oder Streifen: Welche Fensterform passt zu einem Reel?

Hoch 2:3 für die Nahaufnahme, Breit 3:2, sobald du zurückgehst und den Ausschnitt weiter wählst. Im 9:16-Bild ist das hohe Fenster eine schmale Spalte an einer Seite, die die Mitte der Vorschau frei lässt; das breite ist ein flaches Band, in das eine ganze Zeile am Stück passt und das sich aus größerer Entfernung noch entziffern lässt. „Streifen“ ist flacher als beide, ein Band von nur zwei Zeilen unter der Frontkamera, für einen Take, bei dem dein Blick mehr am Objektiv als an der Vorschau hängen soll.

Der Text im schwebenden Fenster ist zu klein, um ihn aus der Entfernung zu lesen. Lässt sich das ändern?

Ja, auf zwei Wegen. Die Textgröße folgt der des Skripts: Drehst du sie im Prompter hoch, wird sie auch im Fenster größer, angepasst an die Form. Die „Seitenränder“ des Fensters stehen dagegen für sich, ziehst du sie enger, nutzt die Zeile die ganze Breite eines kleinen Fensters.

Kann ich das schwebende Fenster antippen, um den Text anzuhalten?

Nein, das schwebende Fenster nimmt keine Berührung an, das ist eine Vorgabe von iOS. Genau deshalb gibt es die „Sprachbefehle“: Pause, weiter, „Satz zurück“, „Von vorn“ und „Skriptende“, gesprochen, in zehn Sprachen, Deutsch darunter. Die Lautstärketasten springen ebenfalls einen Satz vor oder zurück, sind aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, weil dort der Auslöser auf ihnen liegt.

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