Calls und Meetings

Teleprompter für Videocalls und Präsentationen: was gesichert ist und was nicht

Das schwebende Fenster bleibt über der Call-App – das ist der sichere Teil. Ob der Text deiner Stimme folgt, entscheidet das Mikrofon, und im Meeting hält es normalerweise die Call-App.

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Was getestet ist – und was nicht

Geprüft ist das Folgen der Stimme beim Aufnehmen in der Kamera-App, in Instagram und in TikTok. Zoom, Microsoft Teams und Google Meet stehen nicht auf dieser Liste, und wir versprechen dir deshalb auch nicht, dass dort alles glattgeht. Wir erklären stattdessen die Mechanik, damit du vor dem wichtigen Termin selbst entscheidest.

Die eine Hälfte ist sicher. Das schwebende Fenster bleibt über anderen Apps, und eine Call-App ist eine App wie jede andere – dein Skript steht auf dem Display, während das Meeting läuft.

Die andere Hälfte hängt am Mikrofon. Das Folgen der Stimme hört über genau dieses Mikrofon mit, und ein Videocall belegt es praktisch durchgehend. Dafür gibt es die Übergabe: Nimmt eine andere App das Mikrofon, wechselt Wispim von allein auf Konstant, damit der Text nicht einfriert, sagt dir das in einem Hinweis und schaltet zurück, sobald das Mikrofon wieder frei ist. Standardmäßig an, in den Einstellungen abschaltbar. Rechne mit diesem Wechsel, statt zu hoffen, dass er ausbleibt.

ScrollmodusBraucht das MikrofonIm Videocall
StimmejaLäuft den gesprochenen Wörtern hinterher, solange das Mikrofon frei ist. Nimmt die Call-App es, übernimmt Konstant.
TonjaReagiert auf Sprache statt auf einzelne Wörter – dieselbe Abhängigkeit vom Mikrofon.
KonstantneinFestes Tempo in Wörtern pro Minute. Der Modus, um den herum man einen Termin plant.

Bau den Termin um Konstant herum

Konstant läuft mit festem Tempo in Wörtern pro Minute und braucht das Mikrofon überhaupt nicht. Lies dein Skript einmal laut in deinem normalen Sprechtempo und stell das Tempo danach ein – nicht nach dem Tempo, das du dir wünschst. Damit hängt nichts mehr an dem Mikrofon, für das niemand geradestehen kann.

Zu Konstant gehört die Startverzögerung: aus, oder 5, 10 oder 20 Sekunden. Im Call ist das genau die Zeit, in der du aus dem Prompter zurück in die Meeting-App wechselst und dein Mikrofon einschaltest. Sie ist im Vollbild und im schwebenden Fenster zu sehen, du kannst sie also im Blick behalten, während du schon in die Runde schaust. Einen 3-2-1-Countdown gibt es in Stimme und Ton nicht – dort wartet der Prompter einfach, bis du anfängst zu sprechen.

Darin unterscheidet sich ein Call von einer Aufnahme: kein zweiter Take, nichts zum Herausschneiden, und niemand wartet, bis du neu gestartet hast.

Für eine Präsentation vor Kunden, ein Webinar oder einen Vortrag gilt dasselbe Setup. Und wenn du eine Rede vorher üben willst: Wispim zeigt dir dabei das Skript und läuft in Stimme mit – mehr nicht. Es zeichnet nichts auf und bewertet nichts.

Wohin mit dem Fenster, und wie du es steuerst

Das Fenster rastet in einer Ecke ein, ungefähr wie Bild-in-Bild. Setz es nach oben, möglichst nah an die Frontkamera: Je kürzer der Weg zwischen Text und Objektiv, desto weniger sieht man, dass du abliest. Breit oder hoch entscheidest du unter Aussehen des schwebenden Fensters, je nachdem, welche Ecke das Layout der Meeting-App frei lässt; Drehung kippt das Fenster zusätzlich um −90° oder 90°.

Textgröße und Seitenränder stellst du für das Fenster getrennt vom Vollbild ein. Ein Call bringt Abstand ins Spiel: Ein Telefon neben dem Laptop ist weiter vom Auge entfernt als eines in der Hand – also größere Schrift, schmalere Ränder, weniger Zeilen. Wie man längere Skripte dafür aufbereitet, steht ausführlich auf der Seite für Lehrende.

Berührungen nimmt das Fenster nicht an; das ist eine Vorgabe von iOS, und genau deshalb gibt es die anderen Wege der Steuerung. Im Gespräch helfen sie weniger als sonst: Sprachbefehle laufen über dasselbe Mikrofon wie das Folgen der Stimme, und deine Gesprächspartner hören sie mit. Die Lautstärketasten springen einen Satz vor oder zurück, sind in der App aber als experimentell markiert und funktionieren nicht in Kamera-Apps, wo der Auslöser sie belegt.

Ein Call vom iPhone, nicht vom Schreibtisch

Wispim ist eine iPhone-App, iOS 16 oder neuer; Versionen für iPad, Mac, Apple Watch oder Vision Pro gibt es nicht. Alles oben Beschriebene meint einen Call vom Telefon: Kamera, Meeting-App und Prompter auf demselben Gerät. Läuft die Besprechung am Laptop, ist das iPhone einfach ein weiterer Gegenstand auf dem Tisch – stell es unter die Webcam und lies im Vollbild ab.

Zehn Minuten vor der Einwahl

  • Kürze das Skript auf das, was nicht danebengehen darf: Zahlen, Namen, Formulierungen. Der Rest ist Gespräch.
  • Einmal laut lesen, dann das Tempo auf dein echtes Sprechtempo stellen.
  • Startverzögerung so wählen, dass du umschalten und das Mikrofon anmachen kannst: 10 Sekunden reichen entspannt, 5 nicht.
  • Textgröße hochziehen, bis du dich nicht mehr vorbeugst, und die Seitenränder enger stellen.
  • Die Agenda kommt, wie sie ist: Datei importieren aus PDF, Word und RTF gehört zu Pro. Kostenlos gibt die App sechs Prompter-Starts bei beliebig vielen Skripten, und alle Funktionen des Prompters sind darin enthalten – schwebendes Fenster und Folgen der Stimme eingeschlossen.

Wenn Videocalls nicht dein Hauptformat sind, fang beim Überblick an.

Fragen

Funktioniert Wispim in Zoom, Microsoft Teams oder Google Meet?

Getestet haben wir das nicht, also behaupten wir es auch nicht. Geprüft ist das Folgen der Stimme beim Aufnehmen in der Kamera-App, in Instagram und in TikTok – Call-Apps stehen nicht auf dieser Liste. Sicher ist dagegen: Das schwebende Fenster bleibt über anderen Apps, und eine Call-App ist eine App wie jede andere. Nimmt sie das Mikrofon, wechselt Wispim von allein auf „Konstant“, sagt dir das in einem Hinweis und schaltet zurück, sobald das Mikrofon wieder frei ist.

Läuft der Text im Meeting meiner Stimme hinterher?

Nur solange das Mikrofon frei ist, und eine Call-App belegt es meistens das ganze Gespräch. Plane deshalb mit „Konstant“: fester Ablauf im eingestellten Tempo, ganz ohne Mikrofon. Wird das Mikrofon doch frei, schaltet die App von selbst zurück.

Sehen die anderen im Call meinen Teleprompter?

Sie sehen deine Kamera, nicht deinen Bildschirm. Das schwebende Fenster liegt auf dem Display deines iPhones – behandle es wie jedes andere Fenster dort: Wer den Telefonbildschirm teilt, teilt auch den Prompter.

Das Meeting läuft am Laptop, der Prompter am iPhone. Geht das?

Ja, als zwei getrennte Geräte: Wispim ist eine iPhone-App, Versionen für Mac, iPad, Apple Watch oder Vision Pro gibt es nicht. In dieser Aufstellung streitet niemand um das Mikrofon des Telefons, das Folgen der Stimme verhält sich also ganz normal. Synchronisiert wird zwischen den Geräten nichts: Es gibt kein Konto, dein Skript bleibt auf dem Telefon.